Daniel Dubas erwartet schnellere Digitalisierung

09. Oktober 2020 11:46

Bern - Daniel Dubas ist Delegierter des Bundesrates für die Agenda 2030. Er wird am 28. Oktober am Forum ö Panel teilnehmen. Im Vorfeld äussert er sich unter anderem über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gesellschaft. So erwartet er eine Beschleunigung der Digitalisierung.

Daniel Dubas engagiert sich als Teil der Bundesverwaltung für eine nachhaltige Entwicklung in allen Politikbereichen. Im Vorfeld des Forum ö am 28. Oktober in Bern, bei welchem er an einer Diskussionsrunde teilnehmen wird, hat er dem Verband ür nachhaltiges Wirtschaften, öbu, ein Interview gegeben. Dabei war der Einfluss der Corona-Epidemie auf eine nachhaltige Wirtschaft eines der zentralen Themen. Dubas plädiert in diesem Zusammenhang dafür, dass Firmen widerstandsfähiger werden sollen, um besser auf Krisen reagieren zu können. „Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass kurze und diversifizierte Produktions- und Lieferketten bei globalen Krisen vorteilhaft sein können“, sagt Dubas.

Grundsätzlich würde es neben Verlieren der Krise auch Gewinner geben. So glaubt Dubas, dass sich die Digitalisierung der Schweizer Wirtschaft beschleunigen wird, „und mobile Arbeitsformen werden deutlich an Bedeutung gewinnen“.

Dubas geht jedoch davon aus, dass die Herausforderungen durch Klimaveränderung und Biodiversitätsverlust „ungleich grösser“ und langfristig sein werden. Die in der Corona-Krise gezeigten schnellen und starken politischen Reaktionen werden auch bei diesen Herausforderungen gebraucht, so Dubas.

Der Delegierte des Bundesrats weist zudem darauf hin, dass es schon vor der Corona-Krise einen Trend zur Nachhaltigkeit gegeben hat: „Eine stärkere Sensibilität der Bevölkerung für ökologische und soziale Anliegen liess sich aber insbesondere bereits 2019 feststellen, mit sehr grossen Kundgebungen und zivilgesellschaftlichem Engagement gegen den Klimawandel und für die Gleichstellung von Frauen und Männern.“ jh

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