Dätwyler bleibt zuversichtlich

11. August 2020 11:54

Altdorf - Der Verkauf seiner Distributionsunternehmen hat Dätwyler im ersten Halbjahr 2020 erwartungsgemäss in die roten Zahlen gedrückt. Die Coronavirus-Pandemie hat Umsätze und Gewinn auch im fortgeführten Geschäft geschmälert. Der Urner Mischkonzern sieht seine Ertragskraft aber gesichert.

Den Kennzahlen der Dätwyler Gruppe zufolge hat der Urner Mischkonzern im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoumsatz in Höhe von 545,7 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 22,7 Prozent. Als Betriebsergebnis musste ein Verlust von 399,4 Millionen Franken ausgewiesen werden. Er resultiere wie erwartet aus dem Verkauf der Distributionsunternehmen Distrelec und Nedis sowie dem Verkauf des Bauingenieursgeschäfts von Dätwyler, erläutert der Konzern in einer Mitteilung zum Halbjahresergebnis. Die verlustreichen Verkäufe hatten das Nettohalbjahresergebnis mit einem Minus von 421,7 Millionen Franken ebenfalls tief in die roten Zahlen gedrückt.

Auf operativer Ebene habe das Unternehmen sich aber trotz der Pandemie gut behauptet, schreibt Dätwyler in der Mitteilung weiter. In den fortgeführten Geschäftsbereichen konnte ein Umsatz von 488,6 Millionen Franken erwirtschaftet werden. Um Währungseinflüsse bereinigt entspreche dies einem organischen Rückgang von 5,2 Prozent im Jahresvergleich, schreibt der Konzern. Das um die Verkaufsverluste bereinigte Betriebsergebnis lag mit 64,5 Millionen Franken um 27,6 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte Nettoergebnis fiel von 70,7 Millionen auf 43,5 Millionen Franken zurück.

„Die Diversifikation auf mehrere Marktsegmente hat sich in schwierigen Zeiten wie der Covid-19-Pandemie bewährt“, wird Dätwyler-CEO Dirk Lambrecht in der Mitteilung zitiert. „Mit den Bereichen Healthcare Solutions und Food & Beverage sowie dem Onlinedistributor Reichelt erwirtschaften wir über 70 Prozent unseres Umsatzes in wenig zyklischen und solide wachsenden Märkten.“ Das Unternehmen sieht seine Ertragskraft mit einer EBIT-Marge von 13,2 Prozent als gesichert und blickt angesichts eines starken Auftragsbestands im Geschäftsbereich Healthcare Solutions zuversichtlich auf das zweite Halbjahr. hs

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