Dächer können über 40 Prozent des Strombedarfs decken

03. Februar 2020 11:38

Lausanne - Rund 55 Prozent der Dächer in der Schweiz können für die Stromproduktion genutzt werden. Das zeigt eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Allein die nach Süden ausgerichteten Dächer könnten über 40 Prozent des Strombedarfs der Schweiz decken. 

Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ist es gelungen, das Potenzial der Stromproduktion von Photovoltaik auf Schweizer Dächern genau zu schätzen. „Wir haben dabei nicht nur auf die Sonneneinstrahlungen, sondern auch auf den Platz geschaut, der auf den Dächern vorhanden ist“, wird Alina Walch in einer Mitteilung der EPFL zitiert. „Einige Dächer haben eine ungewöhnliche Form oder tragen weitere Strukturen wie Schornsteine, welche die Installation von Solarmodulen verhindern“, so die Forscherin des EPFL-Laboratoriums für Solarenergie und Bauphysik. Auch die Lage des Gebäudes wird berücksichtigt. Für ihre Berechnungen nutzten die Forscher Methoden der Künstlichen Intelligenz. Erstmals konnten damit diese Schätzungen stundengenau vorgenommen werden.

Die Forscher konnten in ihrer in „Applied Energy“ erschienenen Studie nachweisen, dass rund 55 Prozent der Schweizer Dächer für die Nutzung von Photovoltaik geeignet sind. Selbst wenn nur diejenigen Dächer berücksichtigt würden, die hauptsächlich nach Süden ausgerichtet sind, würden sie 24 Terawattstunden Strom erzeugen können. Das entspricht mehr als 40 Prozent des Schweizer Strombedarfs. 

Heute wird nur ein Zehntel dieses Potenzials genutzt. 90 Prozent des Schweizer Potenzials an Sonnenstrom vom Dach bleiben ungenutzt. stk

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