Mit der Anlage von Climeworks kann C02 aus der Luft geholt werden. Bild: Climeworks

Climeworks sichert sich 73 Millionen Franken

02. Juni 2020 13:11

Zürich - Climeworks hat 73 Millionen Franken Eigenkapital von privaten Investoren eingenommen. Die Ausgliederung aus der ETH Zürich entwickelt eine Technologie, mit der CO2 aus der Luft geholt werden kann.

Climeworks hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Dabei konnte sich das Start-up 73 Millionen Franken Eigenkapital von privaten Investoren sichern, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Climeworks konnte sich damit seit seiner Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) im Jahr 2009 bereits Investitionen im Wert von mehr als 120 Millionen Franken sichern.

Climeworks hat eine Technologie entwickelt, welche CO2 mit Hilfe von erneuerbarer Energie direkt aus der Luft filtern kann. Die Entwicklung des Unternehmens wird in mehreren Anwendungen getestet und eingesetzt. So wandelt etwa das Karlsruher Institut für Technologie CO2, das Climeworks aus der Luft holt, in festen Kohlenstoff für Hightech-Anwendungen um. In einer weiteren Zusammenarbeit mit Lufthansa und Synhelion – einer weiteren ETH-Ausgründung – soll CO2 aus der Luft für die Herstellung von synthetischem Treibstoff verwendet werden.

Mit den frischen Mitteln will Climeworks seine Technologie weiterentwickeln. So soll die Kapazität bei dem Entzug von CO2 aus der Luft erhöht werden. Ziel ist es, noch mehr Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen mit der Technologie zu erreichen. „Wir möchten mit unserer Lösung langfristig eine Milliarde Menschen dazu inspirieren, CO2 aus der Luft zu entfernen – und die Investition ist ein weiterer Meilenstein, um dieses Ziel zu erreichen“, sagt Christoph Gebald, Mitbegründer und Co-CEO von Climeworks. ssp

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