Chemie-Pharma treibt Exporte an

20. Februar 2020 12:09

Bern - Nach drei rückläufigen Monaten Ende vergangenen Jahres haben die Schweizer Exporte im Januar wieder kräftig zugelegt. Die Importe stiegen gegenüber dem Vormonat nur leicht an. Die Handelsbilanz schloss mit einem entsprechend höheren Überschuss von 2,8 Milliarden Franken.

Den Erhebungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat die Schweiz im Januar Waren im Wert von 19,60 Milliarden Franken exportiert. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem nominalen Anstieg um 4,6 Prozent. Die Importe legten im selben Zeitraum um 0,5 Prozent auf 16,79 Milliarden Franken zu. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber dem Dezember 2019 um 775 Millionen Franken gestiegenen Überschuss von 2,81 Milliarden Franken.

Verantwortlich für den Anstieg der Exporte im Januar waren nach Beobachtung der Analysten der EZV vor allem hohe Mehrausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkten. Auch die Exporte von Uhren, Bijouterie und Juwelierwaren stiegen im Vergleich zum Dezember 2019 an. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektronik gingen im Januar hingegen zurück. „Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate tendierten die Exporte insgesamt aber zur Stagnation“, erläutern die Analysten.

Auch den leichten Anstieg der Importe im Januar machen die Analysten an Mehreinfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren sowie von chemisch-pharmazeutischen Produkten fest. Die Importe von Fahrzeugen gingen gegenüber dem Vormonat hingegen zurück.

Regional gesehen legte der Schweizer Aussenhandel im Januar im Vergleich zum Dezember 2019 in beiden Verkehrsrichtungen in Europa zu und ging in Asien zurück. Im Handel mit der Region Nordamerika wurde bei den Exporten eine Steigerung und bei den Importen ein Rückgang beobachtet. hs

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