Chemie-Pharma bremst Aussenhandel

18. November 2021 14:39

Bern - Der Aussenhandel hat sich nach einem Anstieg im Sommer im Oktober rückläufig entwickelt. Die Exporte gingen um 1,4 Prozent zurück. Die Importe fielen um 2,3 Prozent geringer als im Vormonat aus. Chemie-Pharma verbuchte beidseitig ein starkes Minus.

Einer Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat der Schweizer Aussenhandel nach einem Anstieg im Sommer im Oktober an Schwung eingebüsst. Die Exporte fielen dabei mit Waren im Wert von 20,83 Milliarden Franken um 1,4 Prozent schwächer als im September aus. Die Importe gingen im Oktober im Monatsvergleich um 2,3 Prozent auf Waren im Wert von 16,42 Milliarden Franken zurück. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber dem September um 81 Millionen Franken gestiegenen Überschuss von 4,41 Milliarden Franken.

Als Bremse des Aussenhandels machten die Analysten der EZV in beiden Handelsrichtungen den Bereich Chemie-Pharma aus. Die Exporte chemisch-pharmazeutischer Produkte lagen im Oktober um 2,8 Prozent unter dem Wert vom September. Über die Exporte insgesamt haben die Analysten bei einem  Drittel der Warengruppen ein Minus und bei zwei Dritteln ein Plus beobachtet. Regional gesehen wurde bei den Ausfuhren nach Nordamerika ein Rückgang um 10,1 Prozent verbucht. Die Ausfuhren nach Europa legten im Oktober hingegen um 3,3 Prozent zu. Die Exporte nach Asien blieben gegenüber September konstant.

Bei den Importen machten die Analysten neben chemisch-pharmazeutischen Produkten vor allem einen Rückgang im Bereich Fahrzeuge aus. Die Importe von Bijouterie und Juwelierwaren, von Textilien, Bekleidung und Schuhen sowie von Energieträgern legten gegenüber September hingegen zu. Regional gesehen gingen die Einfuhren aus Europa und Asien um 4,4 beziehungsweise 0,7 Prozent zurück. Die Importe aus Nordamerika fielen im Oktober dagegen um rund 10 Prozent höher als im September aus. hs

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