Chemie-Pharma bremst Aussenhandel

19. November 2020 12:27

Bern - Der Aussenhandel hat sich nach einer Erholung im Sommer im Oktober wieder rückläufig entwickelt. Die Exporte konnten sich dabei knapp unter dem Wert vom September halten. Die Importe fielen hingegen deutlich geringer als im Vormonat aus. Chemie-Pharma verbuchte beidseitig ein starkes Minus.

Einer Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat sich der Schweizer Aussenhandel nach einer Erholung im Sommer im Oktober wieder verschlechtert. Die Exporte fielen dabei mit Waren im Wert von 17,8 Milliarden Franken nur um 0,4 Prozent schwächer als im September aus. Die Importe gingen im Oktober hingegen im Monatsvergleich um 3,3 Prozent auf Waren im Wert von 14,9 Milliarden Franken zurück. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber dem September um 446 Millionen Franken gestiegenen Überschuss von knapp 2,9 Milliarden Franken.

Als Bremse des Aussenhandels machten die Analysten der EZV in beiden Handelsrichtungen den Bereich Chemie-Pharma aus. Bei den Exporten habe zudem rund die Hälfte der Warengruppen ein Minus verbucht, heisst es in der Mitteilung. Regional gesehen hatten sich die Ausfuhren nach Nordamerika und Asien im Monatsvergleich rückläufig entwickelt. Die Ausfuhren nach Europa hatten im Oktober hingegen um 2,2 Prozent zugelegt.

Bei den Importen machten die Analysten neben chemisch-pharmazeutischen Produkten vor allem einen Rückgang im Bereich Fahrzeuge aus. Die Importe von Textilien, Bekleidung und Schuhen sowie von Maschinen und Elektronik hatten gegenüber September hingegen zugelegt. Regional gesehen gingen die Einfuhren aus Nordamerika und Europa zurück. Die Importe aus Asien lagen im Oktober um 0,8 Prozent über dem Septemberwert. hs

 

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