Carnet ATA wird digitalisiert

13. November 2019 13:28

Zürich - Der Reisepass für vorübergehend in Drittländern eingeführte Waren wird bisher noch in Handarbeit auf Papier ausgestellt. In Zukunft sollen die Formalitäten für das Carnet ATA elektronisch abgewickelt werden können. Eine entsprechende Anwendung geht in die Pilotphase.

Die Idee für das Carnet ATA wurde vor über 60 Jahren durch eine Schweizer und eine österreichische Handelskammer umgesetzt, informiert die Zürcher Handelskammer (ZHK) in einer Mitteilung. Inzwischen ist der Reisepass für Waren wie beispielsweise Warenmuster oder Sportgeräte, die vorübergehend in ein Drittland eingeführt werden, in 78 Ländern gültig. Von den weltweit jährlich rund 190.000 ausgestellten Zolldokumenten werden rund 30.000 von Schweizern beantragt, wird in der Mitteilung weiter erläutert.

Die Formalitäten für das Carnet ATA mussten dabei bisher ausschliesslich auf Papier erledigt werden. Nun aber rüste sich der vorübergehende Reisepass für Waren für die Zukunft, erläutert die ZHK. Sie ist Mitglied der Vereinigung Schweizer Handelskammern, die an einer internationalen Task Force für die Digitalisierung des Carnet ATA beteiligt ist.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Infrastruktur, mit der alle Prozesse rund um das Carnet ATA über eine digitale Anwendung auf dem Smartphone abgewickelt werden können. Im September 2019 habe das Projekt nun „eine wichtige Phase“ erreicht , schreibt die ZHK. In ihrem Rahmen soll die technische Infrastruktur für das eATA genannte elektronische Carnet ATA in einer Pilotphase getestet werden. hs

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