Cargonet erweitert in der Krise sein Angebot

28. Juli 2020 10:21

Kloten ZH - Die auf Messelogistik spezialisierte Speditionsfirma Cargonet reagiert auf den weltweiten Rückgang des Messegeschäfts. Sie erweitert dazu ihre Geschäftsstrategie.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie schlagen voll auf das Messegeschäft durch. Das gilt weltweit. Die Branche verzeichnet auf allen Kontinenten das Verschieben oder Absagen von Messeterminen. Viele im Frühjahr geplante Veranstaltungen sind zunächst auf den Herbst verschoben und später ganz abgesagt worden. Wo es den Veranstaltern möglich ist, werden Präsenzmessen durch online durchgeführte Videokonferenzen ersetzt. Für Unternehmen wie die Cargonet AG aus Kloten, die auf Messelogistik spezialisiert sind, bedeutet das: es gibt keine Planungssicherheit mehr.

Statt abzuwarten und zu hoffen, dass es keine zweite Infektionswelle geben und das traditionelle Geschäft wieder anlaufen wird, hat die Geschäftsführung von Cargonet mit einer Anpassung und Erweiterung ihres Dienstleistungsangebots reagiert. Sie entschied sich, „den Fokus auf nicht-Messe-abhängige internationale Transporte sowohl im Export- wie auch Import anzupassen. Durch Diversifikation möchten wir gestärkt aus der Krise kommen“, heisst es in einer von CEO Peter Kubias verfassten Mitteilung des Unternehmens. „Das grosse, persönliche Netzwerk durch die vielen Jahre Präsenz beim Auf- und Abbau auf vielen grossen Messeplätzen weltweit hilft.“ Für Cargonet ergäben sich als Nischenanbieter zwischen den grossen Speditionsgiganten mit seinem individualisiertem und auch persönlichem Serviceangebot selbst in dieser Lage durchaus Chancen. Cargonet hat sein erweitertes Angebot auf einem Flyer zusammengefasst.

Über die weiteren Aussichten urteilt das Unternehmen: „Man muss es realistisch sehen, eine Lösung für diese Branche ist eng mit der medizinischen resp. pharmazeutischen Bewältigung diese Krise verbunden.“ Nur wenn die Bevölkerung, die privaten wie institutionellen Messe-Besucher, aber auch die Aussteller das Vertrauen zurückgewönnen, dass die Teilnahme an Grossveranstaltungen kein unzumutbares Risiko darstelle, könnten die Zahlen wieder steigen. Hinzu kommen ganz praktische Erwägungen, wie die, ob ein gebuchter Flug stattfindet, oder ob – wie derzeit in einigen Ländern wieder eingeführt – Rückkehrer von internationalen Messen im Ausland in ihrer Heimat in Quarantäne müssen. gba

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