Calida trotzt dem Branchentrend

16. August 2019 12:50

Sursee LU - Die Calida-Gruppe hat ihre Umsätze im ersten Halbjahr 2019 weiter steigern können. Damit fährt das Luzerner Unternehmen in der Bekleidungsbranche gegen den Trend. Calida setzt auf das Omni-Channel-Konzept und Nachhaltigkeit.

Calida habe es geschafft, „in einem schrumpfenden beziehungsweise stagnierenden Markt“ Anteile zu gewinnen, erläutert CEO Reiner Pichler im Interview mit Patrick Gunti auf „moneycab“. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 hat das Luzerner Bekleidungsunternehmen seine Umsätze im ersten Halbjahr 2019 um weitere 4 Prozent steigern können. Der Betriebsgewinn legte im Jahresvergleich um 15 Prozent zu.

Die dem Branchentrend konträre Entwicklung verdanke Calida der konsequenten Verfolgung der Unternehmensstrategie, erklärt Pichler. Als strategische Hebel der 2016 entwickelten Strategie zählt der Unternehmenschef „Customer Focus, Innovationen, E-Commerce, Omni-Channel“ sowie „Investitionen in Partnerschaftsmodelle mit unseren Wholesale Kunden“ auf. Der Anteil des eigenen Online-Handels am Gesamtumsatz liegt laut Pichler derzeit „bei 12 Prozent über alle unsere Marken“. Im Omni-Channel-Konzept versuche Calida zum Beispiel, perfekten Service und Beratung mit hundertprozentiger Verfügbarkeit der Produkte zu verbinden.

Ein weiterer Fokus des Luzerner Unternehmens liegt auf Nachhaltigkeit. Calida wolle „Verantwortung übernehmen für eine intakte Umwelt“, erläutert Pichler. Dazu setzt der Bekleidungshersteller auf die Label Made in Green, Bluesign und Low Impact. Ein kompostierbarer Kollektionsanteil ist zudem mit dem Label Cradle to Cradle zertifiziert. Eigene Verkaufsergebnisse könnten Untersuchungen bestätigen, nach denen weltweit zwei Drittel der Konsumenten bereit sind, für nachhaltige Produkte deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, meint Pichler. hs

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