bwz Uri wird zum Energie-Vorbild

21. Oktober 2019 13:29

Altdorf UR - Sämtliche Schulgebäude des Berufs- und Weiterbildungszentrums (bwz) Uri werden jetzt mit Fernwärme versorgt. In der Einrichtung wurden ausserdem zahlreiche weitere Massnahmen zur Energieeinsparung verwirklicht.

Seit Ende August sind die zwei Gebäude des bwz Uri und das angrenzende Amt für Informatik an das Fernwärmenetzwerk der Heizwerk Uri AG angeschlossen. Die Umbauarbeiten ersetzen die alten Ölheizungen und deren Verbrauch von rund 40.000 Litern Heizöl pro Heizperiode. Zudem werde laut einer Medienmitteilung des Kantons Uri der CO2-Ausstoss um rund 128 Tonnen CO2 pro Jahr verringert. „Mit diesem Anschluss tragen wir aktiv zum Erreichen der Ziele der Gesamtenergiestrategie des Kantons Uri bei“, wird André Deplazes, Vorsteher des Amts für Hochbau bei der Baudirektion Uri, zitiert. „Ausserdem sparen wir langfristig Geld.“

Der Kanton setze im bwz nicht nur beim Wärmebezug auf erneuerbare Energien, sondern produziere mit zwei hauseigenen Photovoltaikanlagen auch selber rund 108.000 Kilowattstunden Strom. Das entspreche pro Jahr rund einem Drittel des eigenen Stromverbrauchs. Gesamthaft nehme das bwz bei der Energieeinsparung eine Vorbildfunktion ein. 

Zudem trage die Dämmung des Altbau-Dachs zur Senkung des Verbrauchs bei. Der Erweiterungsbau ist nach Standard Minergie-P-Eco zertifiziert und benötige wenig Energie. Darüber hinaus verfüge das Gebäude durch kontrollierte Wohnraumlüftung inklusive Wärmerückgewinnung über einen „hohen Komfort“. Im Sommer werde es durch Nutzung des Grundwassers gekühlt. Mittlerweile, so die Medienmitteilung, würden schon 87 Prozent aller Kantonsbauten mit erneuerbaren Energien versorgt. mm

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