Bundesrat will Corona-Massnahmen verlängern

06. Januar 2021 14:49

Bern - Der Bundesrat will die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis Ende Februar verlängern. Der endgültige Entscheid soll am 13. Januar gefällt werden. Ausnahmeregeln für Kantone mit günstigerer Entwicklung werden aufgehoben.

Der Bundesrat schätzt die Lage der Corona-Epidemie weiterhin als angespannt ein. Deshalb will er die am 18. Dezember beschlossenen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bis Ende Februar verlängern. Zu diesem Schluss kommt er laut einer Medienmitteilung nach einer ausserordentlichen Sitzung am Mittwoch. Nun soll eine Konsultation mit den Kantonen geführt werden. Danach soll am 13. Januar ein definitiver Entscheid zur Weiterführung der Massnahmen getroffen werden. Aktuell gelten sie nur bis zum 22. Januar.

Der Bundesrat will den Kantonen auch eine Reihe von möglichen Verschärfungen zur Konsultation vorlegen. Von diesen Massnahmen will er sich bedienen, wenn er rasch reagieren muss. Die Verschärfungen betreffen die Verpflichtung zu Homeoffice, die Schliessung von Läden, die weitere Einschränkung von Menschenansammlungen und privaten Veranstaltungen, den erhöhten Schutz von gefährdeten Personen sowie weitergehende Massnahmen am Arbeitsplatz.

Weiter hebt der Bundesrat die Ausnahmeregel für Kantone mit günstiger Entwicklung auf. Dies gilt bereits ab dem 9. Januar. Ab dann müssen Restaurants sowie Kultur-, Sport- und Freizeitbetriebe ausnahmslos in der ganzen Schweiz geschlossen bleiben. Dies soll laut dem Bundesrat den Einkaufs- und Gastrotourismus zwischen den Kantonen verhindern und die Akzeptanz der Massnahmen stärken. ssp

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