Bundesrat baut Unterstützung durch Kurzarbeit aus

20. Januar 2021 14:39

Bern - Der Bundesrat weitet die Unterstützung im Bereich Kurzarbeit aus. Neu können Betriebe etwa auch für Lernende Kurzarbeit beantragen. Ausserdem wird die Karenzfrist rückwirkend per 1. September 2020 und bis zum 31. März 2021 aufgehoben.

Der Bundesrat hat beschlossen, seinen bestehenden Massnahmenkatalog im Bereich Kurzarbeit zu erweitern. Unter anderem soll die Karenzzeit rückwirkend per 1. September 2020 bis zum 31. März 2021 aufgehoben werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Damit würden weitere Hürden zum Einsatz von Kurzarbeitsentschädigung beseitigt. Ausserdem könne so die Liquidität der Unternehmen verbessert werden.

Die Karenzfrist für Unternehmen betrug seit September einen Tag pro Monat. Den Angaben des Bundesrats zufolge wird die Arbeitslosenversicherung die Abrechnung von sich aus anpassen und den Unternehmen die Differenz für die Karenztage ausbezahlen. Die Arbeitgeber brauchen infolge der rückwirkenden Änderung nichts zu unternehmen.

Weiter wird die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung bei mehr als 85 Prozent Arbeitsausfall von vier Abrechnungsperioden aufgehoben. Diese Änderung gilt rückwirkend für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis und mit dem 31. März 2021.

Die Nichtberücksichtigung der Abrechnungsperioden, für die der Arbeitsausfall 85 Prozent der betrieblichen Arbeitszeit überschritten hat, wird laut Mitteilung bis Ende 2023 verlängert. Damit will der Bundesrat Betriebe, die stark von den Massnahmen gegen die Ausweitung des Coronavirus betroffen sind, beim Erhalt ihrer Arbeitsplätze unterstützen.

Der Bundesrat hat ausserdem beschlossen, dass Betriebe neu auch für Lernende und Angestellte in einem befristeten Arbeitsverhältnis Kurzarbeit beantragen können. Eine Bedingung ist, dass bei Lernenden eine Fortsetzung der Ausbildung gewährleistet ist. Betriebe können ab Ende Januar Kurzarbeitsentschädigung für Lernende beantragen. Die Massnahme ist bis zum 30. Juni 2021 befristet. ssp

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