Bundeshilfe soll Kollateralschäden mindern

16. März 2020 12:42

Basel - Die Bundeshilfen sollen die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abmildern. Derzeit werden die Bedingungen für direkte Finanzhilfen an Unternehmen definiert, sagt der Basler Volkswirtschaftsdirektor Christoph Brutschin. Auch Selbständige sollten unterstützt werden. 

 

Christoph Brutschin unterstützt die Massnahmen des Bundesrates zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Das höchste Gut ist unsere Gesundheit, dem hat sich im Moment alles unterzuordnen, auch die Wirtschaft“, sagt der Präsident der Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren in einem Interview mit dem „Tages-Anzeiger“. „Aber wir wollen nicht, dass wegen dieser Massnahmen die wirtschaftlichen Kollateralschäden in Vergessenheit geraten, und schnüren darum Hilfspakete.“

Im Rahmen der Hilfspakete sind auch direkte Finanzhilfen an Unternehmen vorgesehen. Derzeit würden die Bedingungen dafür definiert, so Brutschin. „Die Kriterien für ­Finanzhilfen zu definieren, ist sehr anspruchsvoll, damit nicht Unternehmen Geld erhalten, die ohne Anspruch sind oder es nicht nötig haben. Das werden wir nun genau anschauen.“

Beim Kurzarbeitergeld gebe es noch offene Fragen. Dieses sei auf festangestellte Industriearbeiter ausgerichtet. Beschäftigte in befristeten Arbeitsverhältnissen etwa im Tourismus würden bisher nicht berücksichtigt. „Wir wurden überrascht von der Nachricht, dass dafür offenbar eine Gesetzesänderung nötig ist.“

Brutschin weist auch auf die Selbständigerwerbenden hin, die „über sehr wenig Liquidität und Reserven“ verfügten. „Wir müssen uns fragen, wie wir die Menschen in diesen heutigen Arbeitsformen besser schützen können.“ Der Basler Volkswirtschaftsdirektor begrüsst, dass der Bundesrat auch 50 Millionen Franken für die stark betroffene Kultur gesprochen hat. stk

Aktuelles im Firmenwiki