Bundesamt für Umwelt analysiert Abfälle aus 33 Gemeinden

15. November 2022 14:31

Bern/Perlen LU - Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) erhebt im November die Zusammensetzung der Siedlungsabfälle aus 33 Gemeinden. Die alle zehn Jahre stattfindende Müllanalyse soll zeigen, was die Schweizer in den Kehricht geben und was davon hätte vermieden und weiterverwertet werden können.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat seine turnusmässige Abfallsortierung und -Analyse begonnen. Dafür sortieren Mitarbeitende des Recycling-Center in Perlen im November 16,5 Tonnen Kehrichtsäcke aus 33 repräsentativ ausgewählten Gemeinden, heisst es in einer Medienmitteilung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Lebensmittelverschwendung sowie Papier, Glas und Metallen, die wiederverwertet werden sollten.

Die Erhebung findet alle zehn Jahre statt. Sie liefert „wichtige Informationen für die Gestaltung und Optimierung ihrer Separatsammlungen“. Im Vergleich zu 2012 haben „wir Erfolge erzielt, zum Beispiel beim Recycling. Wir sind aber noch nicht am Ziel“, wird Katrin Schneeberger, Direktorin des BAFU, in der Medienmitteilung zitiert.

Im Jahr 2012 bestand der Müll zu 20 Prozent aus Produkten, die rezyklierbar waren. Zwei Drittel dieser ungenutzten Wertstoffe entfielen auf Bio-Abfälle, die kompostierbar waren oder sich vergären liessen. Andere wiederverwertbare Stoffe wie Papier und Karton waren 2012 gegenüber der vorherigen Erhebung zurückgegangen, Papier von 16 auf 13,5 Prozent, Karton von 4 auf 3,8 Prozent. 

Die Abfallmengen insgesamt und Lebensmittelabfälle insbesondere zu verringern und das Recycling von Wertstoffen zu erhöhen, ist den Angaben zufolge eine dringende Herausforderung hierzulande. „Würde die gesamte Welt im selben Ausmass wie die Schweiz konsumieren und wegwerfen, bräuchte es fast drei Planeten“, wird Katrin Schneeberger weiter zitiert. Ihrer Ansicht nach ist die Kreislaufwirtschaft Teil der Lösung. Die Ergebnisse werden für das zweite Halbjahr 2023 erwartet. ko

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