Bund wirbt für Reform der Verrechnungssteuer

15. August 2022 13:53

Bern - Das Eidgenössische Finanzdepartement spricht sich für eine Annahme der Reform der Verrechnungssteuer aus. Der Wegfall der Steuer auf inländische Obligationen werde den Werkplatz Schweiz stärken, lautet sein Argument. Die Stimmbevölkerung wird am 25. September entscheiden.

Ein Wegfall der Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf inländische Obligationen werde den Werkplatz Schweiz stärken, schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) in einer Mitteilung. Es spricht sich daher für die Annahme einer entsprechenden Reform des Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer aus. Weil SP, Grüne und Gewerkschaften das Referendum ergriffen haben, wird die Stimmbevölkerung am 25. September entscheiden. 

Derzeit nähmen inländische Unternehmen ihre Obligationen oft im Ausland auf, um die Verrechnungssteuer zu vermeiden, erläutert das EFD. Ein Wegfall der Steuer soll Schweizer Unternehmen motivieren, „Geld wieder vermehrt im Inland aufzunehmen“. Über eine Stärkung des heimischen Obligationenmarkts hinaus schaffe die Reform zudem „auch Arbeitsplätze in der Schweiz“, so die Argumentation des EFDs. 

Bei gleichbleibender Konjunktur und weiterhin tiefen Zinsen würden sich die jährlichen Mindereinnahmen aus dem Wegfall der Steuer auf etwa 215 bis 275 Millionen  Franken belaufen, schätzt das EFD. Diese Mindereinnahmen seien „mit Blick auf die Wachstumschancen“ zu relativieren. Konkret geht das EFD von Wertschöpfungs- und Beschäftigungsimpulsen durch eine verstärkte Aufnahme von Kapital im Inland aus. „Für die Kantone und Gemeinden dürfte die Reform zügig zu Mehreinnahmen führen“, prognostiziert das EFD. hs 

Aktuelles im Firmenwiki