Bund will Versicherung der Exportrisiken überprüfen

06. November 2019 11:44

Bern - Der Bundesrat hat die strategischen Ziele der Schweizerischen Exportrisiko-Versicherung (SERV) erneuert. Er will in den nächsten Jahren aber die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Instruments überprüfen. 

Der Bundesrat setzt bei der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV) kurzfristig auf Kontinuität. Die Organisation solle für die Periode 2020 bis 2023 auf der bisherigen Basis weitergeführt werden, schreibt er in einer Mitteilung. Dabei lege er besonderen Wert darauf, dass die SERV Schweizer Exporteuren den Zugang zu Grossprojekten erleichtert. Die SERV soll nicht nur Grossunternehmen, sondern auch KMU effizient unterstützen.

Die nächste Strategieperiode solle aber laut dem Bundesrat auch dafür genutzt werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieses Instruments der Aussenwirtschaftsförderung angesichts des Wandels in der Finanzwirtschaft zu überprüfen. Zudem solle sichergestellt werden, dass die SERV auch längerfristig eigenwirtschaftlich betrieben werden könne.

Die SERV hat 2007 ihren Betrieb als öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes aufgenommen. Sie folgte damit auf die 1934 gegründete Exportrisikogarantie. Ende 2018 hatte sie laut ihrem Geschäftsbericht Leistungen im Wert von 8,674 Milliarden Franken versichert. Das Neuengagement betrug 4,028 Milliarden Franken. Der Schadenaufwand betrug 105 Millionen Franken. Bei der Eigenwirtschaftlichkeitsrechnung lag die SERV 2018 mit 54 Millionen Franken im Plus. 70 Prozent der Kunden sind KMU. stk

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