Bund will Verlagerung des Güterverkehrs länger fördern

13. November 2019 15:42

Bern - Der unbegleitete kombinierte Verkehr soll länger gefördert werden. Der Bundesrat will damit die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene stärken. Ausserdem sollen ab 2021 die Trassenpreise sinken. Das kommt dem gesamten Schienenverkehr zugute.

Die Massnahmen zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene wirken, aber sie wirken nicht gut genug. Wie der Bundesrat in einer Mitteilung schreibt, konnte mit ihnen die Zahl der Lastwagenfahrten durch die Schweiz um 800.000 gesenkt werden. Er stützt sich dabei auf den Verlagerungsbericht 2019. Aber die Zahl der Lastwagenfahrten liegt mit 941.000 noch immer deutlich über dem gesetzlich festgelegten Ziel von 650.000. Für die langsamere Verlagerung macht der Bundesrat auch externe Faktoren geltend. So verzögert sich die Fertigstellung der Zulaufstrecken in Deutschland. Die Interoperabilität sei nicht auf der ganzen Nord-Süd-Strecke gewährleistet.

Der Bundesrat hat deshalb eine Reihe von Massnahmen verabschiedet, um die die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu stärken. So sollen die Betriebsbeiträge für Operateure im unbegleiteten kombinierten Verkehr langsamer als geplant abgebaut werden. Der Bund will dafür für die Jahre 2024 und 2026 weitere 90 Millionen Franken zur Verfügung stellen. Die Trassenpreise sollen ab Anfang 2021 um insgesamt 90 Millionen Franken sinken. Das kommt zu je einem Drittel dem Güterverkehr, dem Fern- und dem Regionalverkehr zugute.

Zudem sollen die Lastwagen der Abgasklassen EURO IV und V nicht wie geplant bei der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe entlastet werden.  stk

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