Bund will seinen CO2-Ausstoss massiv senken

03. Juli 2019 15:31

Bern - Die zivile Bundesverwaltung soll ihren CO2-Ausstoss bis 2030 im Vergleich zu 2006 halbieren, das Verteidigungsdepartement ihn um 35 Prozent senken. Die Gebäude sollen energetisch saniert und der Strom- und Wärmebedarf wenn möglich mit eigenen Solaranlagen gedeckt werden.

Der Bundesrat hat ein Paket von Massnahmen verabschiedet, mit dem er seinen CO2-Ausstoss massiv senken will. So soll die Zahl der Flugkilometer verringert und vermehrt Economy- statt Business-Klasse geflogen werden, heisst es in einer Mitteilung. Auf dem Boden will der Bund bis 2022 einen Anteil von 20 Prozent Stromautos bei den Neuwagen seiner Fahrzeugflotte erreichen, die übrigen Fahrzeuge sollen den strengsten Verbrauchsvorschriften unterliegen. Die Verwaltungsgebäude sollen zudem mit Ladestationen ausgerüstet werden. Sämtliche Gebäude des Bundes sollen energetisch saniert werden. Wo es sinnvoll ist, sollen die Dach- und Fassadenflächen auch für die Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden.

Auch die Finanzanlagen der Pensionskasse der Bundesverwaltung, Publica, sind betroffen: Die Arbeitgebervertreter in der Kassenkommission werden angehalten, auf die Klimaverträglichkeit der Anlagen zu drängen.

Die zivile Bundesverwaltung ist für den Ausstoss von rund 40.000 Tonnen CO2 verantwortlich. Davon gehen 53 Prozent auf das Konto der Flugreisen, 21 Prozent auf den Wärme- und 15 Prozent auf den Stromverbrauch. Im Vergleich zu 2006 wurde der CO2-Verbrauch um 25 Prozent gesenkt, bis 2030 soll noch mal so viel reduziert werden.

Das Verteidigungsdepartement ist mit 205.000 Tonnen ein wesentlich grösserer Klimasünder. Davon entfällt die Hälfte auf den Flugverkehr, 24 Prozent trägt der Strassenverkehr bei, 19 Prozent entfallen auf die Immobilien. Im Vergleich zu 2001 wurde der CO2-Ausstoss um 28 Prozent gesenkt, bis 2030 soll diese Reduktion auf 35 Prozent gesteigert werden.

Der Bund will den dann noch verbliebenen CO2-Ausstoss kompensieren. stk

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