Bund will Innovationsförderung erleichtern

17. Februar 2021 11:16

Bern - Innosuisse soll künftig mehr Handlungsspielraum bei der Förderung von Innovationsprojekten und Start-ups erhalten. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Botschaft für die dafür nötige Gesetzesänderung verabschiedet.

Der Bundesrat will der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, mehr Flexibilität geben. Neu soll Innosuisse etwa Innovationsprojekte von Start-ups direkt fördern können. Damit soll der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis beschleunigt werden, erklärt der Bundesrat in einer Mitteilung. Derzeit können Start-ups bei Innosuisse nur Unterstützung in den Bereichen Weiterbildung, Coaching und Internationalisierung beantragen sowie als Umsetzungspartner bei Innovationsprojekten mitwirken.

Auch bei dieser Mitwirkung von Unternehmen als Umsetzungspartner bei Innovationsprojekten soll es künftig Änderungen geben. So soll der Betrag, den Unternehmen übernehmen müssen, neu zwischen 40 und 60 Prozent der Gesamtprojektkosten liegen. Bis anhin galt im Regelfall eine hälftige Beteiligung. In begründeten Einzelfällen soll Innosuisse zudem auch höhere oder tiefere Beträge der Umsetzungspartner festlegen können.

Weiter sollen die Bestimmungen über die Reserven von Innosuisse und des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geändert werden. Die bisher fixe Reserveobergrenze soll künftig in Ausnahmefällen „zeitlich limitiert überschritten“ werden können. Dies soll dazu beitragen, dass der SNF und Innosuisse ihre Fördertätigkeiten „mit der grösstmöglichen Kontinuität durchführen können“, heisst es.

Der Bundesrat hat am 17. Februar die Botschaft zur entsprechenden Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation ans Parlament verabschiedet. ssp

Aktuelles im Firmenwiki