Bund will besser mit Daten umgehen

28. Dezember 2020 11:27

Bern - Das Bundesamt für Statistik richtet derzeit ein nationales Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft ein. Ausserdem wird ein Datenökosystem für die Schweiz aufgebaut, welches den Umgang mit Daten von Firmen und Privatpersonen erleichtern soll.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) beschäftigt sich in erster Linie mit der Produktion von statistischen Informationen. Dies soll auch künftig sein Kerngeschäft bleiben. Allerdings werden 2021 zwei neue Bereiche in Bezug auf Daten aufgebaut.

Erstens wird ein nationales Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft (DSCC) geschaffen. Dieses wird im Auftrag des Bundes eingerichtet und in die neue Abteilung Datenwissenschaft und statistische Methoden (DSSM) integriert. Das DSCC soll einer Mitteilung zufolge Datenwissenschaft als eine Dienstleistung für die gesamte Bundesverwaltung anbieten. Im Zentrum stehen Prozesse, die Problemstellungen durch die Anwendung datenwissenschaftlicher Methoden – etwa im Bereich des maschinellen Lernens – lösen.

„Das BFS ermöglicht es der Verwaltung, unter Einhaltung des Datenschutzes zu experimentieren. Die Idee ist, dass wenn eine Person in der Bundesverwaltung eine datenwissenschaftliche Fragestellung hat, sie bei uns nachfragen kann, ob bereits ähnliche Probleme aufgetaucht sind und welche Lösungswege in Frage kommen“, wird Georges-Simon Ulrich, Direktor des BFS, zitiert.

Zweitens soll auch eine neue Abteilung namens Interoperabilität und Register (IOR) geschaffen werden. Diese hat zur Aufgabe, ein Datenökosystem für die Schweiz aufzubauen. Ziel sei es, Daten von Unternehmen und Privathaushalten wirksamer zu erheben und aufzubereiten. Unter anderem sollen Daten dank neuer Technologien mehrfach genutzt werden können. So sollen Unternehmen und Privatpersonen nicht mehrfach befragt werden müssen. ssp

Aktuelles im Firmenwiki