Bund unterstützt neue Projekte der Raumfahrtforschung

04. September 2023 09:53

Villigen AG/Zürich/Bern - Das Eidgenössische Departement für Wissenschaft, Bildung und Forschung (WBF) fördert zwei weitere Raumfahrtprojekte. Sie wurden wegen ihrer Multidisziplinarität und ihres Potenzials für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur ausgewählt.

Der Schweizerische Nationalfonds hat 2022 eine Ausschreibung lanciert, um neue Forschungs- und Innovationsprojekte im Rahmen der nationalen Raumfahrtforschung zu fördern. Laut einer Medienmitteilung hat das Eidgenössische Departement für Wissenschaft, Bildung und Forschung (WBF) nun zwei Projekte aus der Liste der Bewerber ausgewählt. Ausschlaggebend waren ihre Multidisziplinarität und ihr Potenzial, spezialisierte thematische Kompetenzen zu entwickeln und die entsprechenden Ergebnisse in den Tätigkeiten der Europäischen Weltraumorganisation zu nutzen.

Bei den beiden MARVIS (Multidisciplinary Advanced Research Ventures in Space)-Projekten handelt es sich um Forschungsthemen, die von Schweizer Hochschulen in Kooperation mit thematisch verbundener Industrieforschung bearbeitet werden. Das Projekt SUBICE der Universität Bern erforscht in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) und der Thales-Alenia Space Schweiz AG die physikalische Verbindung von feuerfestem Material und Wassereis unter der Oberfläche eines untersuchten Planeten. Es wird bis 2025 mit einer Summe von 1,3 Millionen Franken unterstützt.

Die ETH Zürich und das Paul Scherrer Institut haben gemeinsam mit Almatech SA das Projekt openSPACE lanciert. Es soll eine europäische Plattform für nukleare Simulationen für Raumfahrtanwendungen und konzeptuellen Evaluationen schaffen. Das Projekt wird im Zeitraum von 2023 bis 2026 mit einem Betrag von einer Million Franken gefördert.

„Die Unterstützung dieser Initiativen zeugt vom kontinuierlichen Engagement der Schweiz für die Weltraumforschung und ‑innovation", heisst es in der Mitteilung. „Damit festigt sie ihre Rolle als Schlüsselpartnerin innerhalb der internationalen Weltraumgemeinschaft.“ ce/ww

Eco!News Wirtschaftsraum Aargau 20.09.2023

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