Bund hebt Stellenmeldepflicht auf

25. März 2020 15:41

Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch weitere Massnahmen beschlossen, um die Wirtschaft zu entlasten. Unter anderem wird die Stellenmeldepflicht vorrübergehend aufgehoben. Ausserdem werden Prozesse bei der Arbeitslosenversicherung vereinfacht.

Der Bundesrat will mit weiteren Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus beitragen. Bezüglich der Stellenmeldepflicht hat er beschlossen, dass sowohl die Meldepflicht als auch alle damit verbundenen Aufgaben und Pflichten für Arbeitgebende und die öffentliche Arbeitsvermittlung vorübergehend aufgehoben werden. Damit sollen Rekrutierungsprozesse etwa in der Pharmabranche oder der Logistik vereinfacht werden.

Weiter wird bei der Arbeitslosenversicherung auf das Einreichen des Nachweises von Arbeitsbemühungen verzichtet. Der Nachweis muss dann spätestens einen Monat nach Ablauf der COVID-19-Verordnung 2 eingereicht werden.

Auch weitere Erleichterungen bei der Kurzarbeit gehören zu den neuen Massnahmen. So wird die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit aufgehoben. Ausserdem wird die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von drei auf sechs Monate verlängert. Damit könne die Anzahl der Gesuche minimiert und das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden.

Im Bereich beruflicher Vorsorge erhalten Arbeitgebende die Möglichkeit, für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge vorübergehend die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven zu verwenden. ssp

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