Bund fördert Genfer Geothermieprojekt

09. Juli 2020 14:32

Bern - Der Kanton Genf hat die Genfer Stadtwerke SIG mit der Umsetzung von GEothermies beauftragt. Im Rahmen des Programms werden bis 2023 geophysikalische Testbohrungen durchgeführt. Dafür stellt der Bund der SIG Mittel in Höhe von 27,5 Millionen Franken zur Verfügung.

Mit dem Programm GEothermies will der Kanton Genf die Möglichkeiten der Nutzung von Erdwärme aus dem Genfer Untergrund ausloten. Mit der Umsetzung hat der Kanton die Genfer Stadtwerke SIG beauftragt. In einer ersten Phase werden hier über Testbohrungen und Messungen Daten für die Identifizierung geeigneter Standorte erhoben, erläutert das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung.

Der Bund unterstützt das Projekt in der Prospektionsphase mit Mitteln in Höhe von 27,5 Millionen Franken, informiert das BFE in der Mitteilung. Das entsprechende Gesuch von SIG sei durch eine vom BFE mandatierte Expertengruppe „detailliert geprüft“ worden. Geplant ist, die Mittel „schrittweise in Abhängigkeit des Fortschreitens des Projekts“ auszuzahlen.

Der Kanton Genf hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 einen Fünftel der im Kanton genutzten Heizenergie durch Geothermie zu gewinnen. Dabei soll das geförderte Warmwasser bestehende und neue Wärmenetze versorgen. Der Kanton mit Hilfe der Geothermie jährlich mindestens 55'000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden, die heute noch durch die Nutzung fossiler Brennstoffe bei der Gewinnung von Wärmeenergie anfallen. hs

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