Bühler spannt beim Fleischersatz mit deutschem Institut zusammen

11. Januar 2021 09:44

Uzwil SG - Die Bühler AG setzt nach eigenen Angaben auf Partnerschaften mit der grösstmöglichen Wirkung: Beim proteinreichen Fleischersatz arbeitet sie mit dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik zusammen, um immer mehr Menschen auf weniger Anbaufläche zu ernähren.

Das in der St.GallenBodenseeArea ansässige Technologieunternehmen Bühler AG und das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Gemeinsam wollen beide Partner neue Produktionstechnologie für gesunde und nachhaltige Lebensmittel entwickeln, vor allem für proteinreichen Fleischersatz. 

Das soll laut einer Medienmitteilung der Bühler AG helfen, im Jahr 2050 eine auf rund 10 Milliarden Menschen gewachsene Weltbevölkerung mit 35 Prozent weniger Anbaufläche zu ernähren. „Damit wir dazu überhaupt in der Lage sind und das Voranschreiten des Klimawandels bremsen können, brauchen wir starke, zielbewusste Partnerschaften“, wird Bühler-CTO Ian Roberts in der Mitteilung zitiert. „Und zwar in den Bereichen, in denen wir die grösstmögliche Wirkung erzielen können.“

Mit einem zusätzlichen Proteinbedarf von 250 Millionen Tonnen pro Jahr steige der Druck, Alternativen zu tierischen Proteinen zu finden. Angesichts der schädlichen Umwelteinflüsse des aktuellen Systems „besteht zunehmend Einigkeit darüber, dass die Lebensmittelindustrie umgehend einen neuen Kurs einschlagen muss“. Zudem beweise die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lebensmitteln, dass die Lebensmittelindustrie hier positiven Einfluss nehmen könne.

„Mit der Expertise von Bühler im Bereich der Extrusion und anderen technologischen Disziplinen wie Vermahlung, Pflanzenproteine und Pulververarbeitung werden wir in der Lage sein, neue und kundenspezifische Lösungen für unsere Kunden und den sich schnell wandelnden Markt zu bieten“, so Volker Lammers, Head of Research Platform Process Engineering beim DIL. „Mit Bühler haben wir einen kompetenten Partner für die gesamte Proteinwertschöpfungskette gefunden.“ mm

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