Brennelemente werden nicht neben AKW verpackt

14. November 2019 14:16

Bern - Bei den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt werden vorerst keine Anlagen zur Verpackung radioaktiver Abfälle errichtet. Die Betreiber verzichten auf konkrete Vorschläge, da noch kein Termin für die Inbetriebnahme der geologischen Tiefenlager feststeht.

Radioaktive Abfälle sollen vorerst nicht bei den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt verpackt werden. Die Betreiber der beiden Kernkraftwerke hätten darauf verzichtet, Machbarkeitsstudien durchzuführen, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung. Zwar wäre der Bau von Verpackungsanlagen für Brennelemente technisch möglich gewesen. Aber der Zeitpunkt der Inbetriebnahme eines geologischen Tiefenlagers stehe noch nicht fest. Daher könnte nicht festgestellt werden, ob mit solchen Anlagen Synergien erschlossen werden könnten.

Der Solothurner Regierungsrat reagiert in einer Mitteilung erleichtert auf den Entscheid. Er sei im Mai von den Vorschlägen der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) überrascht worden und hatte sie scharf kritisiert. Solche Anlagen auf dem Gelände des Kernkraftwerks Gösgen hätten im Sachplanverfahren bis dahin nie zur Diskussion gestanden. Laut dem Regierungsrat haben nicht die Betreiber, sondern das BFE entschieden, auf den Bau der Verpackungsanlagen zu verzichten.

Das Kernkraftwerk Gösgen wird von der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG betrieben, an der die Alpiq, die Axpo, die Stadt Zürich, die CKW sowie Energie Wasser Bern beteiligt sind. An der Kernkraftwerk Leibstadt AG sind die Axpo, Alpiq, BKW, CKW und AEW beteiligt. stk

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