Bilaterale werden stärker geschätzt

27. März 2023 14:00

Bern - Der Krieg in der Ukraine hat die Sicht der Stimmbevölkerung auf die bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU leicht verbessert. Negativ wird der Druck der Freizügigkeit auf Löhne, Mieten und Immobilienpreise gesehen. Dies zeigt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag von Interpharma.

Die Menschen in der Schweiz lehnen einen Rückschritt der Beziehungen zur EU hinter die aktuellen Bilateralen ab, erläutert gfs.bern in einer Mitteilung zur aktuellen Studie „Standort Schweiz 2023 – Europafragen“. Sie wurde von dem auf Politik- und Kommunikationsforschung spezialisierten Berner Unternehmen im Auftrag des Verbands der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz, Interpharma, durchgeführt. Im Vergleich zur vorhergehenden Ausgabe der Studie hat die Ansicht an Zustimmung gewonnen, dass die Bilateralen für die Schweiz mehr Vorteile als Nachteile aufweisen. 

Mit dem Angriff auf die Ukraine habe dabei insbesondere die Stärkung des Friedens an Relevanz gewonnen, schreiben die Forschenden von gfs.bern im Kurzbericht der Studie. Frieden in Europa  und die Vorteile für die Schweizer Wirtschaft durch die Bilateralen sind die Hauptargumente der Befragten für ein Festhalten am Stand der Verträge oder deren Ausbau. Negativ werden dagegen insbesondere die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf Löhne, Mieten und Immobilienpreise gesehen. 

Die Bereitschaft zu Zugeständnissen im Fall von Verhandlungen, etwa bezüglich der Übernahme von EU-Recht, der Rolle des Europäischen Gerichtshofs als Schiedsrichter oder bei Lohnschutzmassnahmen, hat jedoch bei der Stimmbevölkerung im Vergleich zur letzten Befragung abgenommen. „Offenbar schrumpft mit zunehmender Distanz zum Abbruch auch der Eindruck, nun dringend eine Lösung finden zu müssen und damit auch ein Teil der Kompromissbereitschaft, wie wir sie noch vor einem Jahr beobachtet haben“, heisst es dazu in der Mitteilung. Eine Übernahme der Unionsbürgerschaft und ein Verzicht auf das Referendumsrecht werden nach wie vor kategorisch abgelehnt. hs

swiss export news 24.05.2023

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