BFS meldet für Sekundärsektor Einbruch wie in der Finanzkrise

19. Februar 2021 14:07

Neuenburg - Produktion und Umsätze sind in Industrie und Baugewerbe im vierten Quartal 2020 sowie im gesamten Jahr stark zurückgegangen. Das Bundesamt für Statistik vergleicht die Einbrüche mit denen in der Finanzkrise 2009.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die provisorischen Ergebnisse des letzten Quartals sowie des von der COVID-19-Pandemie geprägten Gesamtjahrs 2020 vorgelegt. Im Sekundärsektor, der Industrie und Baugewerbe umfasst, hat es in der Produktion und beim Umsatz starke Rückgänge verzeichnet. Bei den Produktionszahlen wurden solche Einbussen letztmals im von der Finanzkrise betroffenen Jahr 2009 beobachtet, heisst es in der Medienmitteilung des BFS.

Die Produktion im sekundären Sektor hat im 4. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,1 Prozent abgenommen. Der Umsatz ist um 4,4 Prozent zurückgegangen. Im Gesamtjahr 2020 ging die Produktion um 3,3 Prozent und der Umsatz um 5,2 Prozent zurück.

Die Industrie war stärker betroffen als das Baugewerbe. Das wird an den Zahlen für das vierte Quartal deutlich. In der Industrie war die Produktion schon im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,0 Prozent gesunken, im November war es ein Minus von 3,1 Prozent und im Dezember genau 1,0 Prozent. Das gesamte 4. Quartal 2020 zeigt bei der Produktion gegenüber dem Vorjahresquartal eine Abnahme von 3,8 Prozent. Im Baugewerbe dagegen ist die Produktion im 4. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent gestiegen.

Für das gesamte Jahr 2020 verzeichnete der sekundäre Sektor gegenüber dem Vorjahr einen Produktionsrückgang von 3,3 Prozent und beim Umsatz ein Minus von 5,2 Prozent. Die grössten Rückgänge verzeichneten laut BFS die Branche Textilien und Bekleidung (-16,3 Prozent Produktion; -16,7 Prozent Umsatz), der Maschinenbau (-15,6 Prozent; -15,6 Prozent) sowie Datenverarbeitungsgeräte und Uhren (-15,6 Prozent; -15,5 Prozent). Die grössten Zuwächse werden für die Pharmaindustrie mit jeweils einem Plus von 6,9 Prozent in der Produktion und 2,4 Prozent beim Umsatz, gefolgt vom Tiefbau (+3,7 Prozent; +4,0 Prozent) registriert. gba 

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