Bell will mit Fleischersatz in den Detailhandel

07. Oktober 2019 12:42

Basel - Bell will im Geschäft mit dem Fleischersatz zu einem führenden europäischen Anbieter werden. Derzeit wird nur die Gastronomie bedient. Spätestens Anfang nächsten Jahres soll der Green Mountain Burger bei Coop zu kaufen sein, sagt Bell-Chef Lorenz Wyss in einem Interview.

Bell ist im Geschäft mit Fleisch gross geworden. Nun setzt die Coop-Tochter vermehrt auf pflanzlichen Fleischersatz, sagt ihr Chef Lorenz Wyss in einem Interview mit der „SonntagsZeitung“. „Wir haben in den letzten Jahren bei Fleischalternativen mit unserer Tochter Hilcona extrem aufgeholt“, so Wyss. „Wir wollen beim Fleischersatz zu einem bedeutenden europäischen Anbieter werden.“ Dabei habe Bell zuerst auf die Gastronomie gesetzt, will jetzt aber auch in den Einzelhandel.

Bells pflanzlicher Green Mountain Burger sei mindestens ebenso gut wie der Wettbewerber von Beyond Burger, enthalte aber weniger E-Nummern, sagt Wyss. Spätestens Anfang nächsten Jahres sei er im Coop zu kaufen. 

Bell hat sich auch am niederländischen Unternehmen Mosa Meat beteiligt, um beim Thema Laborfleisch dabei zu sein. Heute koste ein Burger aus Kunstfleisch noch 20.000 Franken. „Ich glaube aber, solche Produkte haben eine Chance auf dem Markt, wenn es gelingt, das Preisniveau auf leicht über dem von herkömmlichem Fleisch zu bringen“, sagt Wyss. „Konsumenten sind bereit, etwas mehr zu bezahlen, wenn für ihr Fleisch kein Tier geschlachtet wird.“ Auf Insektenburger wolle Bell dagegen verzichten. stk

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