Bauern reduzieren Emissionen

11. Juli 2019 14:22

Brugg AG - Die Landwirtschaft ist nicht nur vom Klima abhängig, sie trägt in nicht unerheblichem Masse auch zum Klimawandel bei. Die Schweizer Bauern arbeiten daher daran, ihre Emissionen zu reduzieren. Dabei befinden sie sich auf gutem Weg, meint der Schweizer Bauernverband.

„Schweizer Landwirtschaft im (Klima)wandel“, lautet der Titel eines Fokusmagazins, das der Schweizer Bauernverband (SBV) am Donnerstag an seiner Medienkonferenz „Klimawandel & Landwirtschaft“ präsentiert hat. Bereits kleine klimatische Veränderungen könnten grosse Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben, heisst es im Eingangsbericht des Fokusmagazins. Dabei überwögen langfristig negative Auswirkungen mögliche kurzfristige positive Effekte. Als solche negativen Auswirkungen werden im Magazin der steigende Bedarf an künstlicher Bewässerung, die Begünstigung von Schädlingen durch höhere Durchschnittstemperaturen, aber auch die Zunahme von schädlichen Spätfrösten beschrieben.

Weil sie somit sehr stark vom Klimawandel betroffen ist, wolle die Schweizer Landwirtschaft „ihren Teil zu einer besseren Klimabilanz beitragen“, heisst es im Magazinbericht weiter. Gleichzeitig wird dort der eigene Beitrag der Landwirtschaft zum Klimawandel thematisiert. Mit einem Anteil von 13,2 Prozent an den gesamtschweizerischen Treibhausgasemissionen stellt die Landwirtschaft den viertgrössten Verursacher unter den Schweizer Sektoren dar. Das meiste Treibhausgas wird dabei von Nutztieren in Form von Methan ausgestossen. Bei der Hofdüngerlagerung entsteht zudem klimaschädliches Distickstoffmonoxid, das sogenannte Lachgas. CO2-Emissionen fallen in der Landwirtschaft hauptsächlich im Treibstoffverbrauch an.

Bei der Reduktion des eigenen ökologischen Fussabdrucks sieht der SBV die Schweizer Bauern auf gutem Weg. Die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft konnten gegenüber 1990 um über 11 Prozent gesenkt werden, heisst es im Bericht. Bei den Emissionen aus dem Treibstoffverbrauch wurde gar eine Reduktion um über 20 Prozent erreicht. hs

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