Basler Start-up will die Landwirtschaft verändern

06. September 2019 09:51

Basel - Die Growcer AG baut in Basel gerade eine maschinenbetriebene Gemüsefarm. Roboter säen, bewässern und düngen das Gemüse, welches dann von Menschen geerntet wird. Durch das Konzept können CO2, Wasser und Dünger drastisch reduziert werden.

Die „erste maschinenbetriebene Gemüsefarm“ entsteht aktuell auf dem Basler Wolf-Areal, wie aus einem Artikel der „bz“ hervorgeht. Dort wird die Growcer AG von Marcel Florian und seinem Team die Erkenntnisse umsetzen, die das Unternehmen in der Versuchsanlage in Gretzenbach SO sammelt.

„Die Produktionskammer ist von der Umwelt abgeriegelt, dadurch können wir ganzjährig ohne jegliche Pestizide und mit bis zu 90 Prozent weniger Wasser produzieren“, erklärt Florian das Prinzip des „Treibhaus 2.0“ in dem Artikel. Zudem investiert das Basler Start-up in eine mehrstöckige Anlage, so dass die Beete gestapelt werden können und somit der Flächenverbrauch reduziert werden kann. Da der Produktionsbereich von der Umwelt abgeriegelt ist, kann dort auch Tag und Nacht getauscht werden. Nachts, wenn zu viel Strom produziert wird, können somit die LED-Leuchten durchgängig brennen, während tagsüber Dunkelheit herrscht. Zudem strebt die Growcer AG für ihr Konzept Produktionsstätten in der Nähe zum Verbraucher an, wie jetzt auf dem Wolf-Areal. Denn so kann auch gleich noch CO2 eingespart werden.

Nun gilt es, auch zu markttauglichen Preisen zu produzieren. „Es gibt Produkte, die wir sogar preiswerter produzieren. Und jene, bei denen wir vorerst nicht mithalten können“, heisst es dazu von Florian. Aktuell setzt sein Unternehmen daher „auf frische Produkte wie Blattgemüse und Kräuter, die heute teilweise per Flugzeug importiert werden. Unter anderem asiatisches Gemüse wie Pak Choi.“ jh

Aktuelles im Firmenwiki