Basler Pharmakonzerne bekämpfen Krebs erfolgreich

05. August 2019 11:50

Basel - Die beiden Basler Pharmaunternehmen Roche und Novartis vermelden Entwicklungsfortschritte mit Mitteln, die gegen Krebserkrankungen entwickelt wurden. Beide Konzerne können positive Ergebnisse aus Phase-III-Studien vermelden.

Novartis hat sein Mittel Kisqali in einer Phase-III-Studie bei der Behandlung von Patientinnen mit HR+/HER2- fortgeschrittenem Brustkrebs getestet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dabei wurde festgestellt, dass die Gesamtüberlebensrate verlängert wird, wenn Kisqali gemeinsam mit Fulvestrant bei Frauen nach der Menopause eingesetzt wird, die an HR+/HER2- fortgeschrittenem Brustkrebs oder metastasierendem Brustkrebs leiden.

Bei der Studie MONALEESA-3 handelt es sich bereits um die zweite Phase-III-Studie für Kisqali, in welcher der entscheidende sekundäre Endpunkt im Hinblick auf die Gesamtüberlebensrate erreicht wurde, informiert Novartis. Das Basler Pharmaunternehmen reicht die Ergebnisse nun an die entsprechenden Zulassungsbehörden weiter. Kisqali ist bereits für verschiedene Behandlungen in mehr als 75 Ländern zugelassen.

Auch das ebenfalls in Basel ansässige Pharmaunternehmen Roche vermeldet positive Studiendaten. In der Phase-III-Studie IMvigor130 ist das Mittel Tecentriq bei Patienten mit fortgeschrittenem Blasenkrebs eingesetzt worden. Bei der platinbasierten Chemotherapie konnte dabei das Risiko reduziert werden, dass sich der vormals unbehandelte fortgeschrittene Blasenkrebs verschlimmert oder zum Tod führt, wenn zusätzlich Tecentriq verabreicht wird. Es sei die erste positive Phase-III-Studie zu einer kombinierten Krebs-Immuntherapie bei zuvor unbehandeltem, fortgeschrittenem Blasenkrebs gewesen, heisst es in der Mitteilung von Sandra Horning, der leitenden Medizinerin bei Roche. Damit werde der Ansatz von Roche, Immuntherapien mit Chemotherapien oder anderen Behandlungen zu kombinieren, bestätigt, so Horning.

Roche wird die Ergebnisse dieser Studie nun ebenfalls den Zulassungsbehörden vorlegen. Namentlich handelt es sich dabei um die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) und die European Medicines Agency (EMA). jh

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