Basler Forscherin bekämpft multiresistente Bakterien

16. August 2019 12:34

Basel - Nina Khanna Gremmelmaier hat den diesjährigen Wissenschaftspreis der Stadt Basel erhalten. Damit wird die Medizinerin vom Universitätsspital Basel für ihren Kampf gegen Antibiotikaresistenzen gewürdigt.

Nina Khanna Gremmelmaier tut sich schon seit geraumer Zeit im Kampf gegen multiresistente Bakterien hervor. Der Kanton Basel-Stadt weist in seiner Begründung für die Preisverleihung auf die Arbeit der Wissenschaftlerin mit sogenannten Designerzellen hin. Damit hat Khanna Gremmelmaier in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Martin Fussenegger vom in Basel ansässigen Department Biosysteme (D-BSSE) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) eine Methode zur Bekämpfung resistenter Bakterien entwickelt.

Dabei werden Designerzellen so entwickelt, dass sie bestimmte Bakterien erkennen und gezielt bekämpfen können. Dazu werden diese Zellen in kleine Mikrokapseln verpackt. Die gezielte Eliminierung der Bakterien erfolgt „durch einen synthetischen Beschleuniger, der die Freisetzung eines bakteriolytischen Enzyms“ regulieren kann, wie es in der Mitteilung der Stadt Basel heisst.

Khanna Gremmelmaier hat diese Arbeit anhand des multiresistenten Bakteriums Staphylococcus aureus (MRSA) durchgeführt, einem der „meistgefürchteten Erreger“. Zudem gehört er zu den häufigsten Erregern, die sich zu einem sogenannten Biofilm zusammenschliessen, wodurch sie noch widerstandsfähiger werden. Die Designerzellen konnten sowohl einer Infektion durch MRSA entgegenwirken als auch eine Biofilm-Infektion bekämpfen, wie es in einer Mitteilung des Universitätsspitals Basel seinerzeit hiess.

Nina Khanna Gremmelmaier ist Forschungsgruppenleiterin am Departement Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel sowie Leitende Ärztin der Klinik Infektiologie und Spitalhygiene am Universitätsspital Basel. Für die Auszeichnung durch den Wissenschaftspreis erhält sie 20.000 Franken. Mit dem Preis sollen Wissenschaft und die Vermittlung von Wissenschaft ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden. Der Preis wird „alljährlich und im Turnus der sieben Fakultäten Forschenden zuerkannt, die zur Universität Basel in Beziehung stehen und sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen hervorgetan haben“, so der Kanton Basel-Stadt. jh

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