Basel macht Klärwerk zur Heizzentrale

26. Juni 2020 10:20

Basel - Öl- und Gasheizungen soll es in Basel nicht mehr geben. Sie sollen durch erneuerbare Energien ersetzt werden. So werden Lehenmatt und Teile von Birsfelden in Zukunft durch Fernwärme aus der Kläranlage Birs geheizt.

Der neugegründete Wärmeverbund Lehenmatt Birs AG soll das Basler Quartier Lehenmatt sowie teilweise auch Birsfelden mit nahezu CO2-freier Wärme versorgen. Als Quelle dient laut einer Medienmitteilung der IWB die Abwärme aus dem Abwasser, das in der Kläranlage ARA Birs aufbereitet wird. Um die Arbeiten umzusetzen, haben die Basler Energieversorgerin IWB und die ADEV Energiegenossenschaft nun den Wärmeverbund gegründet. Der wird das Vorhaben in den nächsten drei Jahren bauen und anschliessend auch betreiben.

Schon vor Beginn der Bauarbeiten hat sich eine Reihe von Wohngenossenschaften und Liegenschaftsfirmen dazu entschieden, das Angebot der neuen Wärmeversorgung zu nutzen. Das steht auch Privateigentümern offen. Das Baselstädtische Energiegesetz lässt Öl- und Gasheizungen ohnehin nur noch in Ausnahmefällen zu. Gregor Leonhardt, Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft, erklärt: „Wir haben noch Kapazität für Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die ihre Öl- oder Gasheizung ersetzen möchten. Wir freuen uns über Interessenten und werden auch aktiv auf Liegenschaftsbesitzer zugehen.“

Bei der ARA Birs werden zwei Wärmepumpen jährlich rund 30 Gigawattstunden Wärme produzieren. Die Bauarbeiten beginnen noch im Sommer. Die ersten Wohnungen sollen bereits ab Ende 2021 fernbeheizt werden. gba

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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