Barry Callebaut will Bio-Abfälle nutzbar machen

18. Februar 2021 10:49

Zürich/Freiburg - Barry Callebaut testet, wie bei der Schokoladenproduktion anfallende pflanzliche Abfall- und Nebenprodukte sinnvoll weiterverwertet werden können. Dafür hat sich der Schokoladen­hersteller mit dem Freiburger Start-up Bloom Biorenewables zusammengetan.

Barry Callebaut und Bloom Biorenewables untersuchen gemeinsam, wie Abfall- und Nebenprodukte aus der Schokoladenproduktion in nützliche Ressourcen verwandelt werden können. Das Freiburger Start-up wurde von zwei Chemikern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne gegründet. Dem Schokoladenhersteller war es im MassChallenge Switzerland 2020-Inkubator aufgefallen, zu dessen Mitbegründern er gehört. Bloom forscht über Biomasse als Alternative zum Ausgangsstoff Öl und stellt chemische Produkte auf Basis von pflanzlichen Materialen her. 

Laut einer Mitteilung von Barry Callebaut hat Bloom bereits entdeckt, dass Haselnussschalen ein vielversprechendes Biomassepotenzial haben: Dank eines „bahnbrechenden Verfahrens“ sei es möglich, sie effizient in Aromastoffe wie Vanillin umzuwandeln. Das so gewonnene Vanillin könne bei der Schokoladenproduktion Verwendung finden. „Für uns bei Barry Callebaut stellt dies eine aufregende Möglichkeit dar, den Kreislauf bei der Herstellung von Schokolade zu schliessen. Und die Umwandlung von Nussschalen in Vanillin ist nur die erste von vielen Möglichkeiten, die wir zusammen mit Bloom untersuchen werden.“

„Die Umwandlung von Bio-Abfällen aus unseren Produktionsprozessen in wertvolle Ingredienzien fügt sich bestens in unser Forever Chocolate-Nachhaltigkeitsprogramm ein“, so Massimo Selmo, Global Head of Sourcing. „Insbesondere passt es zu unserem Ziel, bis 2025 CO2-neutral zu sein.“ mm

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