Avenir Suisse warnt vor 5G-Moratorium

07. April 2020 12:48

Zürich - Für die Weiterführung der Digitalisierung ist eine leistungsfähige Telekominfrastruktur unerlässlich, meint Avenir Suisse. Einschränkungen des Mobilfunks oder gar ein 5G-Moratorium würden die Schweiz hier international abhängen, warnt die Denkfabrik.

Der durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöste „Digitalisierungsschub“ unterstreiche „die Bedeutung einer leistungsfähigen Telekominfrastruktur“, schreibt Avenir Suisse in einer Mitteilung zur jüngsten Publikation der Denkfabrik. In ihr wird untersucht „was ein 5G-Moratorium für die Schweiz bedeuten würde“. Für Avenir Suisse steht dabei fest, dass bereits Verzögerungen bei der Modernisierung der Telekominfrastruktur „den nun laufenden Digitalisierungsschub“ abzuklemmen drohen.

Dagegen sollten Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aktiv werden, fordert Avenir Suisse. In der Mitteilung zeigt die Denkfabrik drei Bereiche auf, in denen Handlungsbedarf bestehe. Danach müsse der Bund umgehend die „notwendigen technischen Anpassungen an den Rahmenbedingungen“ für die bereits versteigerten Frequenzen für 5G vornehmen.

Von der Politik wird darüber hinaus gefordert, die Federführung des Bundes bei der Mobilinfrastruktur sowie „die Aufgabenteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden zu respektieren“.  Von Wissenschaft und Wirtschaft erwartet Avenir Suisse „dem wissenschaftsfeindlichen Narrativ“ über schädliche Auswirkungen des Mobilfunks „entschiedener entgegenzutreten“. hs

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