Aussenhandel treibt Wirtschaftswachstum

27. August 2019 13:47

Neuenburg - Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz verzeichnete im Jahr 2018 ein Wachstum von 2,8 Prozent. Dies ist in erster Linie auf den deutlichen Wiederaufschwung des Aussenhandels zurückzuführen.

Die Wirtschaftsleistung in der Schweiz ist im Jahr 2018 stärker gewachsen als bisher angenommen. Laut der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung lag das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) bei 2,8 Prozent. Schätzungen des Staatssekretariats für Wirtschaft sind bisher von einem BIP-Wachstum in der Höhe von 2,6 Prozent ausgegangen.

Das hohe Wirtschaftswachstum wird in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf den starken Aussenhandel und ein gutes Wachstum in der Industrie zurückgeführt. Der Saldo der Bilanz aus dem Waren- und Dienstleistungshandel erhöhte sich ohne Berücksichtigung des Nichtwährungsgoldes 2018 um 17,3 Prozent. Dies hängt insbesondere mit der starken Dienstleistungsbilanz zusammen. In der Industrie kam es nach dem durch den Frankenschock bedingten Einbruch von 2015 zu einer Fortsetzung der bereits 2016 eingeleiteten Erholung.

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) zu laufenden Preisen erhöhte sich um 5 Prozent, was auf einen verbesserten Saldo der Einkommensbilanz mit dem Ausland zurückzuführen ist.

Die Investitionen haben nach vier wachstumsstarken Jahren mit 1,1 Prozent nur moderat zugenommen. Dafür ist den Angaben zufolge die Verlangsamung bei den Ausrüstungsinvestitionen verantwortlich. Diese ist wiederum auf den Rückgang der Investitionen für Forschung und Entwicklung zurückzuführen.

Das Wachstum der Konsumausgaben der privaten Haushalte und privaten Organisationen lag mit plus 1 Prozent leicht unter dem Vorjahr. Die Konsumentenstimmung hat sich im Jahresverlauf leicht verschlechtert. ssp

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