Aussenhandel treibt Leistungsbilanz

20. Dezember 2019 13:49

Zürich - Einnahmen im Warenhandel haben den Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz im dritten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal ansteigen lassen. Die Schweizer Kapitalbilanz wies im zweiten Jahresquartal einen positiven Saldo aus. Das Auslandsvermögen legte im Vergleich zum Vorquartal zu.

Der Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz lag im dritten Quartal 2019 mit 18 Milliarden Franken um 5 Milliarden Franken über dem Wert des Vorjahresquartals, informiert die Schweizerische Nationalbank (SNB) in einer Mitteilung. Dabei blieben die Einnahmen im Dienstleistungshandel im Jahresvergleich konstant, bei den Ausgaben wurde eine Steigerung um 1 Milliarde Franken beobachtet. Die Einnahmen im Warenhandel legten im Jahresvergleich hingegen um 8 Milliarden Franken zu, während die Ausgaben in diesem Bereich nur um 3 Milliarden Franken höher ausfielen. Einnahmen und Ausgaben bei den Arbeits- und Kapitaleinkommen fielen um 4 Milliarden beziehungsweise 5 Milliarden Franken geringer aus als im dritten Quartal 2018. Die Einnahmen aus laufenden Übertragungen blieben im Jahresvergleich konstant, die entsprechenden Ausgaben legten hingegen um 1 Milliarde Franken zu.

In der gleichzeitig veröffentlichten Kapitalbilanz wurde im Jahresvergleich sowohl auf der Aktivseite als auch auf der Passivseite ein Nettozugang registriert. Die Aktiva legten dabei um 16 Milliarden Franken zu. Der grösste Teil der Zunahme wurde im Bereich Währungsreserven realisiert. Bei den Passiva betrug der Nettozugang 6 Milliarden Franken. Hier wurde ein Zugang von 18 Milliarden Franken im Bereich übrige Investitionen durch einen Rückgang bei den Direktinvestitionen und den Portfolioinvestitionen um insgesamt 12 Milliarden Franken grösstenteils kompensiert. Der Saldo der Kapitalbilanz ging von 40 Milliarden Franken im dritten Quartal 2018 auf 10 Milliarden Franken im Berichtsquartal zurück.

Beim im Vergleich zum Vorquartal betrachteten Auslandsvermögen registrierte die SNB einen hauptsächlich kursbedingten Anstieg sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite. Dabei erhöhte sich der Bestand an Aktiva um 68 Milliarden auf 5227 Milliarden Franken, der Bestand der Passiva legte um 58 Milliarden auf 4319 Milliarden Franken zu. Unterm Strich resultiert somit ein Wachstum des Nettoauslandsvermögens um 10 auf 909 Milliarden Franken. hs

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