Aussenhandel tendiert zur Stagnation

19. November 2019 12:11

Bern - Nach einem markanten Anstieg im September sind die schweizerischen Exporte im Oktober wieder deutlich gesunken. Die Importe gingen vergleichsweise moderat zurück. Insgesamt tendiert der schweizerische Aussenhandel seit Jahresbeginn zur Stagnation.

Den Erhebungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat die Schweiz im Oktober Waren im Wert von 19,34 Milliarden Franken exportiert. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem nominalen Rückgang um 5,3 Prozent. Die Importe liessen im selben Zeitraum um 2,4 Prozent auf 16,95 Milliarden Franken nach. Die Handelsbilanz schloss mit einem gegenüber dem  September um 658 Millionen Franken geschrumpften Überschuss von 2,39 Milliarden Franken.

„Damit tendiert der Aussenhandel seit Jahresbeginn insgesamt zur Stagnation“, schreiben die Analysten der EZV. Sie machen insbesondere bei den Pharma-Exporten eine „Jojo-Bewegung“ seit Jahresbeginn aus. Im Oktober war der Rückgang der Exporte chemisch-pharmazeutischer Produkte denn auch massgeblich für den Rückgang der Exporte insgesamt verantwortlich. Die Exporte von Maschinen und Elektronik legten im Oktober im Vergleich zum Vormonat hingegen zu. Regional gesehen fielen im Berichtsmonat vor allem die Ausfuhren in die USA hinter den Wert vom September zurück.

Den Rückgang der Importe im Oktober führen die Analysten vor allem auf gesunkene Einfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren zurück. Im Vergleich zum September nahmen aber auch die Importe von Maschinen und Elektronik sowie von Fahrzeugen ab. Regional gesehen wurde der höchste Rückgang auch hier in Nordamerika beobachtet: Die Einfuhren aus den USA gingen im Vergleich zum September um 16,7 Prozent zurück. hs

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