Aussenhandel stärkt Leistungsbilanz

22. September 2021 15:12

Zürich - Einnahmen im Warenhandel haben den Überschuss der Leistungsbilanz der Schweiz im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal ansteigen lassen. Die Schweizer Kapitalbilanz wies im zweiten Jahresquartal einen positiven Saldo aus. Das Auslandsvermögen nahm im Vergleich zum Vorquartal ab.

Der Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz lag im zweiten Quartal 2021 mit 11 Milliarden Franken um 7 Milliarden Franken über dem Wert des Vorjahresquartals, informiert die Schweizerische Nationalbank (SNB) in einer Mitteilung. Ihre Analysten führen den Anstieg vor allem auf im Jahresvergleich deutlich höhere Einnahmeüberschüsse im Warenhandel zurück. Bei den Direktinvestitionen seien die Ausgaben im Jahresvergleich hingegen stärker gestiegen als die Einnahmen.

Bei der Kapitalbilanz haben die Analysten der SNB im Berichtsquartal sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite einen Nettozugang beobachtet. Der Nettozugang bei den Aktiva in Höhe von 19 Milliarden Franken sei auf Portfolioinvestitionen inländischer Anleger im Ausland, auf höhere Kredite von Unternehmen und Banken gegenüber dem Ausland sowie auf Devisenkäufe der Nationalbank zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Bei den Passiva wurde ein Nettozugang von 7 Milliarden Franken verbucht. Auch er sei hauptsächlich von Portfolioinvestitionen und übrigen Investitionen verursacht worden, erläutern die Analysten der SNB. Der Saldo der Kapitalbilanz betrug zum Quartalsende 13 Milliarden Franken.

Beim im Vergleich zum Vorquartal betrachteten Auslandsvermögen registrierten die Analysten im Berichtsquartal einen stärkeren Anstieg der Passiva als der Aktiva. Konkret legte der Bestand auf der Aktivseite um 24 Milliarden auf 5646 Milliarden Franken zu. Die Passivseite wies mit 4937 Milliarden jedoch 83 Milliarden Franken mehr als im Vorquartal aus. Im Ergebnis resultiere ein Rückgang der Nettoauslandsvermögen um 59 Milliarden auf 709 Milliarden Franken. hs

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