Aussenhandel schwenkt auf Erholungskurs

18. Juni 2020 11:27

Bern - Nach dem hohen Einbruch im April weist der Schweizer Aussenhandel im Mai Zeichen der Erholung auf. Die Exporte gingen nominal nur um 1,2 Prozent und damit wesentlich schwächer als im April zurück. Die Importe legten gegenüber dem Vormonat um fast 10 Prozent zu.

Den Erhebungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zufolge hat die Schweiz im Mai Waren im Wert von 16,45 Milliarden Franken exportiert. Gegenüber dem April entspricht dies einem nominalen Rückgang um 1,2 Prozent. Die Importe legten im selben Zeitraum um 9,8 Prozent auf 13,64 Milliarden Franken zu. Damit hätten beide Werte allerdings deutlich unter denen vom Mai 2019 gelegen, erläutern die Analysten der EZV in der Mitteilung.

Die Handelsbilanz schloss im Mai dieses Jahres mit einem  Überschuss von 2,81 Milliarden Franken. Im April war ein monatlicher Rekordüberschuss von 4,23 Milliarden Franken verbucht worden.

Nach Warengruppen betrachtet wurden im Mai bei den Exporten die höchsten Einbrüche bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten registriert. Auch die Exporte von Maschinen und Elektronik sowie von Präzisionsinstrumenten gingen im Monatsvergleich weiter zurück. Die Ausfuhren von Uhren und Metallen legten gegenüber April hingegen zu.

Bei den Importen hatten im Mai zehn der zwölf wichtigsten Warengruppen im Monatsvergleich zugelegt, informiert die EZV in der Mitteilung weiter. Besonders hohes Wachstum wurde hier in den Sparten Fahrzeuge, Maschinen und Elektronik sowie Textilien, Bekleidung und Schuhe verzeichnet. Die Einfuhren chemisch-pharmazeutischer Produkte gingen im Mai hingegen weiter zurück. hs

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