Aufforstung soll Klima retten

05. Juli 2019 13:18

Zürich - Im Crowther Lab an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich werden Lösungen für den Klimawandel gesucht. Ein Ansatz ist die weltweite Aufforstung von Wäldern. Damit könnten zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen neutralisiert werden.

Derzeit gibt es auf der Erde rund 2,8 Milliarden Hektar Wald, informiert die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung. Forscher am Crowther Lab der ETH haben analysiert, wieviel weitere Fläche bewaldet werden könnte und wieviel CO2 die neuen Wälder verarbeiten könnten. Bei den entsprechenden Berechnungen sei den Forscher besonders wichtig gewesen, „Städte und landwirtschaftliche Flächen von der gesamten Fläche, die das Potenzial zur Wiederaufforstung hat“, auszuschliessen, erläutert  François Bastin, Studienleiter und Postdoc am Crowther Lab, in der Mitteilung.

Den Erkenntnissen der Forscher zufolge könnte die weltweite Bewaldung um 1,6 Milliarden auf 4,4 Milliarden Hektar ausgedehnt werden. „Einst herangewachsen könnten diese neuen Wälder 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern“, schreibt die ETH. Dies seien „etwa zwei Drittel der 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die seit der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht in die Atmosphäre gelangten“. Die meisten Wälder könnten in Russland, den USA, Kanada, Australien, Brasilien und China entstehen.

Für den Gründer des Crowther Lab, Tom Crowther, wäre Aufforstung denn auch „derzeit die beste verfügbare Lösung gegen den Klimawandel“. Es gelte jedoch, schnell zu handeln, „denn es wird Jahrzehnte dauern, bis die Wälder reifen und ihr Potenzial als natürliche CO2-Speicher ausschöpfen“. hs

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