Antikörper unterstützen Krebs-Immuntherapie

06. Januar 2020 13:41

Basel - Eine auf die Aktivierung körpereigener Killerzellen ausgerichtete Immuntherapie schlägt nur bei einer Minderheit von Krebspatienten an. Forscher der Universität Basel haben herausgefunden, dass sich dies mit der gleichzeitigen Vergabe weiterer Antikörper beheben lässt.

Weniger als 20 Prozent der Krebspatienten hatten in klinischen Studien auf eine Immuntherapie mit dem Anti-CD40-Antikörper angesprochen, informiert die Universität Basel in einer Mitteilung. Dieser Antikörper regt die Produktion von natürlichen T-Killerzellen gegen Tumorzellen an. Forscher der Universität Basel haben herausgefunden, wie sich der Wirkungsgrad der Anti-CD40-Antikörper verbessern lässt.

Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sei die Beobachtung gewesen, das die Anti-CD40-Antikörper nur in den Randbereichen des Tumors zu einer Vermehrung der T-Killerzellen geführt hätten, heisst es in der Mitteilung. „Normalerweise sind die Blutgefässe eines Tumors nicht dicht oder sie sind verkümmert“, wird Studienleiter Abhishek Kashyap dort zitiert. Dies verhindere das Eindringen der Killerzellen ins Tumorinnere.

Die Forscher haben daher den Anti-CD40-Antikörper mit zwei weiteren Antikörpern kombiniert, die die Blutgefässe der Tumore stabilisieren sollen. Alle Antikörper wurden ihnen von Roche zur Verfügung gestellt. Ihre Kombination habe im Tierversuch „eine signifikante Verbesserung bei der Zerstörung des Tumorgewebes“ bei verschiedenen Krebsarten gezeigt, schreibt die Universität in der Mitteilung. Ihr zufolge werden vergleichbare Therapien bereits in frühen klinischen Studien am Menschen getestet. hs

Aktuelles im Firmenwiki