Angestelltenverband plädiert für Weiterbildungen

14. Mai 2021 13:35

Olten - Freie Stellen können in der Schweiz trotz hoher Arbeitslosenzahlen nur schwer besetzt werden, schreibt der Verband Angestellte Schweiz. Um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, brauche es ein besseres Weiterbildungsangebot.

Nachfrage und Angebot passen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt immer weniger zusammen, meint der Verband Angestellte Schweiz. Trotz steigender Arbeitslosenzahlen hätten Unternehmen Mühe, neues Personal einzustellen, schreibt er in einer Medienmitteilung. Dabei stützt er sich auf Daten des digitalen Stellenvermittlers Dynajobs aus Brugg AG.

Dynajobs hat das Rekrutierungsverhalten von Firmen analysiert. Demnach werden Mitarbeitende auf einer Seite entlassen. Auf der anderen Seite suchen Unternehmen aber neues, anders qualifiziertes Personal. Dabei zeige sich, dass Fachkräfte mit ICT-Kenntnissen oder mit Kompetenzen in der sozialen Betreuung fehlen. Laut Tino Senoner, CEO der Dynajobs AG, drohe in der Pflegebranche gar ein Rekrutierungskollaps. Aber auch in der Bankinformatik und bei kaufmännischen Berufen sei die Rekrutierung ein Problem. Um diesem Trend entgegenzuwirken seien unter anderem passgenaue Weiterbildungen nötig.

Stefan Studer, Geschäftsführer Angestellte Schweiz, und Senoner fordern nun gemeinsam die Verantwortlichen auf, dringend Massnahmen einzuleiten. Laut der Mitteilung führen sie dazu Gespräche mit Unternehmen, Branchenvertretenden sowie mit dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). ssp

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