Anbieter von Gebäudelabels wollen zusammenarbeiten

12. Mai 2020 13:20

Bern - Die Vereine GEAK, Minergie, Netzwerk  Nachhaltiges Bauen und das Bundesamt für Energie wollen stärker zusammenarbeiten und die Doppelspurigkeiten bei den Gebäudelabels beseitigen. Sie haben dazu eine Charta Gebäudelabels Schweiz verabschiedet. 

Die Energieeffizienz und die Nachhaltigkeit von Gebäuden werden derzeit von drei Organisationen mit unterschiedlichen Labels bewertet. Der Verein Minergie vergibt seit 1998 das Minergie-Label, das in drei Basisstandards sowie mit einem Eco-Zusatz für die Nachhaltigkeit vergeben wird. Der Verein GEAK vergibt den Gebäudeenergieausweis der Kantone. Der Verein Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz lancierte 2013 den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Zudem vergibt das Bundesamt für Energie (BFE) das Zertifikat 2000-Watt-Areal an diejenigen Areale, die sich an strenge Vorgaben bei der Energieeffizienz und der nachhaltigen Mobilität halten.

Die Träger der vier Gebäudelabels haben sich nun darauf geeinigt, stärker zusammenzuarbeiten. „Sie wollen einfache, markttaugliche Labels in hoher Qualität anbieten, Synergien ausschöpfen und Doppelspurigkeiten abbauen“, heisst es in einer Mitteilung des BFE. Die Labels sollen dabei zu selbsttragenden Geschäftsmodellen werden. „Die bekannten und erfolgreichen Marken sollen im Markt weitergeführt werden.“

Ausserdem haben die Träger der vier Gebäudelabels eine Charta Gebäudelabels Schweiz verabschiedet. In dieser bekennen sich die Unterzeichner dazu, „dass jedes Bauprojekt im Neubau und bei der Gebäudesanierung nach einem hohen Energie- oder Nachhaltigkeitsstandard geplant, gebaut, zertifiziert und betrieben wird“. Sie wollen bei der Ausführung der Bauten für eine hohe Qualität, Energieeffizienz und Komfort sorgen. Die Charta steht auch anderen interessierten Organisationen und Unternehmen offen. stk

Aktuelles im Firmenwiki