Alternative Antriebe treiben Automarkt

06. Januar 2020 15:13

Bern - In der Schweiz und Liechtenstein wurden 2019 gut 311.000 neue Personenwagen verkauft, ein Zuwachs von 3,9 Prozent. Alternative Antriebe legten 2019 sogar um 88,6 Prozent zu. Elektrowagen erreichten im Dezember bereits einen Anteil von 8,1 Prozent an allen Neuwagen.

Alternative Antriebe treiben den Automarkt in der Schweiz und Liechtenstein. Wie auto-schweiz in einer Medienmitteilung schreibt, wurden mit 311.466 Personenwagen 3,9 Prozent mehr Neuwagen verkauft als im allerdings schwachen Autojahr 2018. Besonders stark legten mit 157,7 Prozent die Stromautos zu. Im Gesamtjahr erreichten sie laut der Detailaufstellung mit 13.165 verkauften Fahrzeugen einen Anteil von 4,2 Prozent aller verkauften Neuwagen. Im Dezember stieg ihr Anteil an den Neuwagen sogar auf 8,1 Prozent. 

Vor allem Tesla, der einzige grosse Autobauer mit einem rein elektrischen Angebot, konnte von dieser wachsenden Nachfrage profitieren. Im Gesamtjahr konnte das kalifornische Unternehmen 6061 Fahrzeuge verkaufen und erreichte damit einen Anteil von 1,9 Prozent aller Neuwagen. Im Dezember erzielte Tesla sogar einen Anteil von 3,8 Prozent und überholte damit traditionelle Hersteller wie Fiat, Mazda, Toyota und Volvo.

Insgesamt legten die alternativen Antriebe um 88,6 Prozent zu. Der Absatz von Neuwagen mit Hybridantrieb stieg um 68,0 Prozent, der von Gasautos um 55,5 Prozent. Kumuliert erreichten alternative Antriebe einen Anteil an allen verkauften Neuwagen von 13,1 Prozent im Gesamtjahr und von 21,0 Prozent im Dezember.

Auto-schweiz rechnet mit einem weiteren Anstieg des Anteils alternativer Antriebe. „Angesichts des deutlich tieferen CO2-Zielwertes von 95 Gramm pro Kilometer, der 2020 in der Schweiz für 85 Prozent der neuen Personenwagen gilt, kommen in den nächsten Monaten zahlreiche neue Elektro- und Plug-in-Modelle auf den Markt“, wird Pressesprecher Christoph Wolnik in der Mitteilung zitiert. „Mehreren aktuellen Umfragen zufolge sollte auch die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen grösser werden, so dass wir für 2020 von einer knappen Verdopplung des Stecker-Marktanteils auf rund 10 Prozent ausgehen.“ stk

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