Alpiq vermarktet Ökostrom von RWE in Spanien

23. Februar 2021 14:05

Lausanne - Alpiq hat mit dem deutschen Energieversorger RWE einen Vertrag zur Direktvermarktung für den in dessen spanischen Wind- und Wasserkraftanlagen erzeugten Strom unterzeichnet. Die Gesamtleistung beträgt 459 Megawatt.

Der Lausanner Energiekonzern Alpiq übernimmt die Direktvermarktung des Wind- und Wasserkraftportfolios von RWE auf dem spanischen Festland. Der Vertrag zwischen dem Schweizer Unternehmen und dem deutschen Energiekonzern mit Sitz in Essen sieht laut Medienmitteilung vor, dass Alpiq im Jahr 2021 das spanische Wind- und Wasserkraftportfolio von RWE mit einer Gesamtleistung von 459 Megawatt auf dem lokalen Energiemarkt vermarktet. Das schliesst den Zugang zu den spanischen Systemdienstleistungsmärkten mit ein.

Alpiq bietet seit mehreren Jahren Direktvermarktung im Bereich Solarenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasseanlagen auf dem spanischen Festland an. So hat Alpiq im Januar 2020 mit dem spanischen Solarenergieunternehmen Solaria einen langfristigen Stromabnahmevertrag geschlossen. Der Lausanner Energiekonzern erwarb dabei die Produktion dreier Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt. Alpiq vermarktet in Spanien eine installierte Leistung von 1500 Megawatt, darin enthalten ist auch das eigene 400-Megawatt-Gas-Kombikraftwerk Plana del Vent in Tarragona.

Durch den Vertrag mit RWE werde das Alpiq-Portfolio in Spanien optimal ergänzt, heisst es in der Alpiq-Mitteilung. Alpiq liefere derzeit schon mehr als eine Terawattstunde Strom an spanische Industriekunden. Der RWE-Vertrag sei ein „Meilenstein“ nicht nur für die Alpiq-Entwicklung in Spanien, sondern in ganz Europa. Denn der Lausanner Energiekonzern sieht für die künftige Marktentwicklung voraus, dass sich erneuerbare Energien und flexible, thermische Anlagen im Rahmen der immer weiter fortschreitenden Energiewende in Europa ideal ergänzen werden.

Alpiq hatte seinen spanischen Firmensitz 2017 wegen der turbulenten politischen Entwicklung in Katalonien wie viele andere Grossunternehmen auch von Barcelona nach Madrid verlegt. gba 

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