Alpiq kann wieder Gewinn verbuchen

25. Februar 2021 13:16

Lausanne - Die Alpiq Holding AG hat 2020 einen Reingewinn von 110 Millionen Franken verbucht. Hintergrund sind abgesicherte Strompreise für die Schweizer Produktion. Im Vorjahr hatte der Lausanner Energiekonzern noch einen Verlust ausgewiesen. Finanzchef Thomas Bucher wird Alpiq verlassen.

Den Kennzahlen von Alpiq zufolge hat der Lausanner Energiekonzern im Geschäftsjahr 2020 ein Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA von 293 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 74 Prozent. Als Reingewinn wurden im Berichtsjahr 110 Millionen Franken ausgewiesen. Im Vorjahr hatte Alpiq hier einen Verlust von 268 Millionen Franken verbucht. Der Nettoumsatz lag mit 3,9 Milliarden Franken um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

In einer Mitteilung zum Jahresergebnis führt Alpiq die Rückkehr in die Gewinnzone auf die abgesicherten Strompreise für die Schweizer Produktion, eine gestiegene Nachfrage nach flexibler Stromproduktion und die hohe Volatilität an den Energiemärkten zurück. Die abgesicherten Strompreise änderten aber nichts daran, „dass sich Neuinvestitionen in Grosswasserkraft derzeit nur mit öffentlicher Unterstützung rechnen“, schreibt der Energiekonzern.

Im Geschäftsbereich Wasserkraft war im Berichtsjahr die Testphase beim Walliser Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance weitergeführt werden. Das Kraftwerk, an dem Alpiq einen Anteil von 39 Prozent hält, soll Ende 2021 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Für das laufende Jahr rechnet Alpiq mit einem im Vergleich zum Berichtjahr kleineren  Betriebsgewinn. Als Hintergründe werden in der Mitteilung positive Einmaleffekte im Berichtsjahr und eine aufgrund der Pandemie auf dieses Jahr verschobene, verlängerte Revision des Kernkraftwerks Leibstadt genannt. 

In derselben Mitteilung kündigt Alpiq den Austritt seines Finanzchefs an. Thomas Bucher habe sich nach sechs Jahren entschieden, den Konzern zu verlassen, schreibt Alpiq. Wie bereits im September vergangenen Jahres kommuniziert, wird zudem per Anfang März Antje Kanngiesser die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen CEO André Schnidrig übernehmen. Interims-CEO Jens Alder werde sich dann wieder „als Präsident des Verwaltungsrats auf die strategische Führung der Alpiq Holding AG konzentrieren“, erläutert der Konzern. hs

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