Alpiq-Ankeraktionäre verfehlen Übernahmeziel

03. Oktober 2019 15:05

Lausanne - Die geplante Übernahme von Alpiq durch die Credit-Suisse-Tochter CSA, EOS und Primeo kommt ins Stocken. Dem definitiven Endergebnis des öffentlichen Kaufangebots zufolge halten die Ankeraktionäre weniger als 90 Prozent. Der Weg der Abfindungsfusion ist damit versperrt.

Am 10. Juli hatte CSA Energie-Infrastruktur Schweiz (CSA) das Kaufangebot für die im Publikumsverkehr befindlichen Aktien von Alpiq veröffentlicht. Zum Ende der Nachfrist für das öffentliche Kaufangebot am 27. September seien CSA 424.199 Aktien angedient worden, informiert Alpiq in einer Mitteilung zum definitiven Endergebnis des Kaufangebots. CSA, EOS Holding SA (EOS) und Primeo Energie aus dem Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre (KSM) halten somit 89,94 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmrechte von Alpiq. Der Vollzug des Angebots soll wie geplant am 9. Oktober erfolgen.

Damit wurde die von den Ankeraktionären angestrebte Mindestmarke von 90 Prozent der Anteile knapp verfehlt, die für eine zwangsweise Abfindung der verbleibenden Kleinaktionäre Voraussetzung ist. Dabei sollten die Kleinaktionäre mit einer Barabfindung in Höhe des Angebotspreises von 70 Franken entschädigt werden. Trotzdem streben die Ankeraktionäre weiterhin „unmittelbar nach dem Vollzug des öffentlichen Kaufangebots die Dekotierung der Alpiq-Aktien von der SIX Swiss Exchange an“, informieren CSA, KSM und EOS in einer eigenen Mitteilung. hs

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