Allradfahrzeuge werfen Klimaziele zurück

04. Juli 2019 11:52

Bern - Die Schweiz hat ihren seit 2015 geltenden Zielwert für Neuwagen von 130 Gramm CO2 pro Kilometer 2018 erneut überschritten. Zudem stieg der Wert auch im Jahresvergleich an. Verantwortlich dafür ist laut Bundesamt für Energie vor allem die steigende Zahl von Allradfahrzeugen.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) zufolge haben der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen von 2018 zugelassenen Neuwagen im Personenverkehr im Jahresvergleich deutlich zugenommen. 2018 wurde ein durchschnittlicher Benzinverbrauch von 6,08 Liter Benzinäquivalent (LBÄ) auf 100 Kilometer gemessen. 2017 hatte der Durchschnittsverbrauch bei 5,87 LBÄ gelegen. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen stiegen gleichzeitig von 134,1 Gramm CO2 pro Kilometer auf 137,8 Gramm CO2 pro Kilometer an.

Als Grund für die Zunahme von Verbrauch und Emissionen geben die Experten des BFE den weiterhin steigenden Anteil von Allradfahrzeugen unter den Neuzulassungen sowie einen gleichzeitigen Rückgang bei der Neuzulassung von Dieselfahrzeugen an. Auch die technische Effizienz der Neuwagen habe 2018 gegenüber 2017 nachgelassen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Ihr zufolge legte der Energieverbrauch pro 1000 Kilogramm Fahrzeuggewicht von 3,5 auf 3,6 LBÄ pro 100 Kilometer zu.

Mit den Werten überschreitet die Schweiz bereits zum dritten Mal in Folge ihr 2015 gestecktes Ziel eines durchschnittlichen CO2-Ausstosses von 130 Gramm pro Kilometer, informiert das BFE. Im nächsten Jahr wird dieser Zielwert zudem auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer sinken. Gleichzeitig wird ein Zielwert von 147 Gramm CO2 pro Kilometer für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper eingeführt. Deren CO2-Ausstoss hatte 2018 im Durchschnitt 183,3 Gramm pro Kilometer betragen. hs

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